Es ist mir jetzt zu viel, weiste was? Ach, ich hau ab.

Es ist nicht einfach, mit meiner Mutter zusammenzuleben. Aber irgendwann ist es auch einfach einmal zu viel des Ganzen, nicht wegen ihres Gesundheitszustandes, sondern eher wegen ihres Verhaltens bei Fehlern, die sie nicht beabsichtigt macht, aber es sind dennoch Fehler. Damit zieht sie mich noch runter und macht mich dann wieder mal nieder, egal, wie gut ich es meine. Sie sieht sie es nicht ein, sondern muss immer noch weiter treten, bis zum geht nicht mehr. Gemerkt hat sie davon nichts, auch nicht, dass der Rest der Familie mich auch schon verstoßen hat. Ich habe zu niemandem außer meiner älteren Kusine noch Kontakt, werde „vergessen“ an Geburtstagen. Man kommt im Leben nicht vorwärts, jedenfalls nicht ohne schon wieder eins vor die Gusche zu bekommen. Und da das Jobcenter der Meinung ist, man müsse mir keine Bildung genehmigen, weil ich denen zu bekloppt bin, äääähm, ihn deren Jargon „zu unterbelichtet im Hirn“, dann geh ich eben.

Dann gehe ich eben in die Wildnis von Deutschland

Ja nö, ich komme auch auf der Straße gut zurecht. Was braucht man alles dazu?
Nen Schlafsack für kältere Minusgrade, habe ich.
Eine Isomatte auch,
Beil,
Messer,
Feuerstarter,
Licht. Ok, Batterien braucht man, also eben eine Dynamolampe, auch wenn die nur grottig wenig Licht abgeben und deren Akkus nur für 08 -15-Benutzung ausgelegt sind, kann man damit wenigstens etwas sehen.
Ein kleiner Topf, ne Tasse und ein Teller mit Göffel werden reichen, aber wie ernährt man sich dann da draußen? Gute Frage, das zeigt sich dann in der Realität, auch wenn es jetzt recht blind klingt, komme ich damit trotzdem besser zurecht, als mich permanent für blöde halten zu lassen.
Wie mache ich das mit den Klamotten? Ich nehme relativ wenig mit, 4 Hosen 4 Schlüppis, 3 Shirts und 2 Pullis, das muss reichen! Socken nehme ich 10 mit, da sie oft gewechselt werden müssen, um keine Blasen zu werfen die einem dann in McDonald’s-Aschenbechergröße auf der Laufsohle wachsen werden. Also werde ich tapen, aber womit? Gute Frage, darauf werde ich bald eine Antwort bekommen.
So, warum kommt es so wie es jetzt kommt? Sag ich euch noch.

Warum kommt meine Entscheidung so?

Nun ja, Muddern war nie einfach. Entweder, ich soll alles alleine machen, oder, wenn ich mal im Haushalt etwas gemacht hatte, dann wars einfach falsch. Ob ich nun den Abwasch ihrer Meinung nach falsch gestapelt habe, oder zu viel Wäsche auf den Ständer aufgehängt habe, sie kommt, guckt und hängt alles ab. Weil sie es so macht! Egal was ich mache, ich mach es einfach nur falsch, daher habe ich dann versucht ihrem messiartigen Verhalten immer dann entgegen zu wirken, wenn sie im Krankenhaus war. Mit dem Resümee, sie eine Woche wieder zu Hause und es sieht aus wie davor. Es wird nichts gemacht und verdreckt bzw. gar nicht erst geputzt.
Dazu kommt noch, dass die Trulla, die seit ein paar Jahren über uns trampelt, nee, normal laufen kann se nicht, sie muss einfach trampeln, da sie laufen nie richtig gelernt hat, zu jeder Uhrzeit, wenn ich dann aufm Balkon Ruhe suche und mal ne Kippe oder Tüte rauche, von ihr mit Staub oder gar dem Inhalt des Staubsaugers überschüttet. Ihrer Meinung nach kann man das einfach übern Balkon entsorgen! Mit ihr zu reden ist zwecklos, Respekt gegen über dem Alter hat sie nicht, habs schon gesehen.
Wenn gegen diese Mischung aus Trotz, Frust und Verzweiflung nichts hilft, aber man wirklich was dagegen machen möchte, wird man hängen gelassen. Vom Jobcenter bekommt man eh nur Arschtritte, was bei leichten Depressionen auch nicht gerade hilfreich ist.
Wer mich kennt weiß, dass ich um Weihnachten oder zu meinem Geburtstag immer recht launisch bin und gern mal alles zu sehr zu Herzen nehme. Darüber grübele ich schon seit Wochen rum. Freundschaften mit so einer psychischen Vorgeschichte zu finden und zu halten ist recht kompliziert. Meist, weil ich anfangs einfach immer nervig wirke oder zu zurückhaltend bin, grade, wenn mir Hilfe angeboten wird. Denn ich finds gut, aber ich fühl mich dadurch auch immer recht überrumpelt. Und nur sehr wenige Leute wissen, wie ich hier schon seit Jahren leben muss. Die Vermieter werden immer raffgieriger, die Kosten für alles Sonstige steigen auch immer steiler, sprich, es lohnt sich echt nicht mehr, ein Dach überm Kopf zu haben. Einige ziehen schon auf Campingplätze, wo es günstig ist, nur das Jobcenter es leider nicht zahlt, man sich bei einer Wohnungsbesichtigung fühlt wie bei einer Sightseeingtour, da es genügend Wohnraum nur für Käufer gibt, oder gleich ganze Reihen an Wohnungen als rbnb-Ferienbude entfremdet werden, wohin soll der Berliner am Ende? An den Stadtrand? Nee, auch nicht raus aus Berlin mit den Geringverdienern oder Harzis, die gar nicht erst mehr zu einer Wohnung kommen, da sie von vornherein ausgeschlossen werden. Weil alle Arbeitslosen ja nur Assis in deren Augen sind, aber mal ehrlich, ich kenne mehr Leute, die mit Geld um sich werfen, die sich für so sozial halten, aber auf den kleinen Bürger herabschauen!
Ich werde hier keine Wohnung mehr finden, ich packe meinen Rucksack mit dem Nötigsten und melde mich polizeilich ab. Auch vom Jobcenter melde ich mich ab. Meine Krankenkarte werde ich bei der AOK im Briefkasten entsorgen, da ohne Jobcenter die Krankenkasse ja nicht bezahlt wird. Sprich: Ich verschwinde einfach mal zum langen Nachdenken von der Bildfläche.

Was wird aus Muddern?

Da muss ich sagen, auch wenn es eiskalt klingt, muss sie selbst sehen, wie sie fertig wird, denn von ihr habe ich auch nie groß Unterstützung an meinen Interessen bekommen, eher nur Ablehnung wie: „Nerv mich damit nicht, ist mir egal, ich hab doch keine Ahnung davon!“. Nicht mal erklären lassen wollte sie es sich.
In der Öffentlichkeit ist sie recht aggressiv unterwegs, und mir rutscht schon im Voraus raus: „Muddern, hör uff zu meckern, bringt nix!”. Leider bringt das nicht wirklich was nicht wirklich was, ihr gefällts so und mir nicht. Ich fühle mich damit einfach nur unwohl, und da ich ja von ihr eh immer zu hören bekommen habe, dass sie mich nicht wollte und schon gar nicht von meinem Vater, habe ich eh immer ihren inneren Hass abbekommen. Jetzt bekommt sie dann mal nicht von mir die Quittung vorgelegt, sondern bald nur noch durch ihr eigenes Verhalten, da muss sie aber durch!

Was wird aus mir, wenn ich auf der Straße bin?

Das wird die Zeit zeigen. In erster Linie steht eine Rehabilitation mit mir selbst an, darüber was ich jetzt machen will, bzw. in Zukunft machen werde. Das, was ich damals schon wollte, werde ich eh nie erreichen, aber es gibt immer Alternativen. Nein, nicht die Alternative für Deutschland, das sind in meinen Augen nur Heuchler und wer wie wählt, wird in sowas enden wie in Deutschland 1945 beendet wurde, nur extremer!

Aber gut, zurück zum Eigentlichen: Wenn ich dann selbst davon überzeugt bin, werde ich irgendwo auf meiner Reise einen Neustart versuchen und mir auf die Beine helfen lassen, aber das dauert noch eine ganze Weile. Wie quer ich durch Deutschland laufen werde hängt davon ab, wie weit mich meine Beine tragen, aber auf der Straße gilt immer: Sieh zu, dass du den Tag und die Nacht grade im Winter überlebst. Es herrscht zwar ein anarchistischer Ton, aber der ist einfacher und leichter als man denkt zu verstehen, und da kommt man ohne Kontaktknüpfung nicht weit. Auch, weil fast alles, was man zum Starten mitnahm, irgendwann auf der Strecke bleibt. Ob nun geklaut, verloren oder einfach kaputt bleibt erst mal offen. Da ich auf mein Zeug gut achtgebe, werde ich hoffentlich weniger abgezockt!

Meine jetzigen Kontakte werde ich behalten und mich mal zwischen durch melden, damit ihr es wisst!

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